Indische Strombörse zu Gast bei e2m

Lösungen für einen dezentralen Energiemarkt

© e2m - Energy2market GmbH

e2m-Geschäftsführer Sevastos Kavanozis mit Vertretern der indischen Delegation; Personen vordere Reihe von links nach rechts: Rajesh Mediratta (Direktor der Indian Energy Exchange Ltd.), Sevastos Kavanozis (Geschäftsführer e2m), Ismail Ali Khan (Chairman der Telangana State Electricity Regulatory Commission), Markus Wypior (Direktor Indo-German Energy Programme “Green Energy Corridors”) © e2m - Energy2market GmbH

Ende September 2016 besuchte eine 25-köpfige Delegation der Indischen Strombörse IEX die Energy2market GmbH (e2m). Im Rahmen einer Deutschlandtour informierten sich die hochrangigen Vertreter der Strombörse aus Neu-Delhi und indischer Energieunternehmen über die Funktionsweise des ständig weiterentwickelten virtuellen Kraftwerkes (VKW) der e2m.

Der Besuch beim Leipziger Stromhandelsunternehmen ist Teil der Power Market Study Tour der Indischen Strombörse in Zusammenarbeit mit der Deutschen Gesellschaft für Internationale Zusammenarbeit (GIZ). Fokus sind Aspekte der Marktentwicklung und Integration der erneuerbaren Energien. Die Regierung Indiens hat das Potenzial von Photovoltaik erkannt und stark ausgebaut.

„Hier geht es auch um eine dezentralisierte Stromversorgung für die Dörfer, die noch nicht an das Stromnetz angebunden sind. Die Bündelung tausender Anlagen wie im virtuellen Kraftwerk der e2m kann ein Modell für die Arbeit in Indien sein“, sagt Markus Wypior, Leiter des Indo-German Energy Programme des GIZ. Allein im Photovoltaik-Sektor sollen in Indien in diesem Jahr fast 5 GW installierte Leistung zugebaut werden und 21 GW sind in der Pipeline (Quelle: Mercom Capital).

In der zweistündigen Vortrags- und Diskussionsrunde standen daher vor allem die praktischen Erfahrungen der e2m bei der Anbindung dezentraler Erzeugungsanlagen an das virtuelle Kraftwerk, die Integration erneuerbarer Energien und die Bereitstellung von Regelenergie im Mittelpunkt der Diskussion. Die Teilnehmer der Delegation zeigten sich beeindruckt von der Funktionalität des VKW und dem Potenzial, das die e2m den Betreibern von dezentralen Erzeugungsanlagen bietet.

Dass sich die Infrastruktur des VKW und seine Marktrolle auch auf andere Länder übertragen lässt, zeigt die e2m gerade in einem beispielhaften grenzüberschreitenden Projekt in Polen im Rahmen des Renewable-Energy-Solutions-Programms 2015/2017 der Deutschen Energie-Agentur. „Die dezentrale Energieversorgung stellt verschiedene Länder vor ähnliche Herausforderungen. Von unseren Erfahrungen im Aufbau der passenden Infrastruktur können diese Länder nur profitieren“, betont Sevastos Kavanozis, der für das Ausland zuständige Geschäftsführer der e2m. Seit 2015 gibt es Länderniederlassungen in Polen, Österreich, Finnland und Italien.

Quelle: Energy2market GmbH